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Keine guten Vorsätze, bitte!

Die Weihnachtstage liegen hinter uns, das neue Jahr ist schon in Sichtweite. Und diese Tage dazwischen sind einerseits immer eine Zeit für „Little Lord Fauntleroy“ und viele Kekse, andererseits aber auch Gelegenheit, um über Vergangenheit und Zukunft nachzudenken und Fazit zu ziehen. Die Kombination aus viel Sekt und Sylvestervorsätzen fand ich schon immer ziemlich sinnlos, aber ein bisschen innerliches Aufräumen tut gut.

Gerade bin ich über ein Zitat von Viktor Frankl gestolpert: „Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt die Macht unserer Wahl. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit“.

Ich verstehe diese Sätze so: Wir müssen uns immer wieder genügend Zeit lassen, bevor wir auf eine Situation, einen Reiz reagieren. Denn nur mit genügend Zeit können wir uns klar machen, dass wir jederzeit eine Wahl haben – zumindest ein Stück weit. Und dass nur wir selbst für diese Wahl verantwortlich sind. Wir selbst treffen die gute oder auch die nicht ganz so gute Wahl. Und wir selbst sind verantwortlich für das, was dann wieder aus unserer Wahl entsteht. Die große Verantwortung, die da mitschwingt, erschreckt mich einerseits und löst auch ein Gefühl von Überforderung aus. Gleichzeitig ist da aber eben auch diese enorme Freiheit, die mir Flügel wachsen lässt.

Ich finde es wichtig nicht zu vergessen, dass beide Aspekte nur im Doppelpack zu haben sind.

Es geht um meine Haltung – dem Leben, den Menschen, der Welt gegenüber. Meine Haltungen sind die Grundlage meiner Entscheidungen. Und gleichzeitig ist da nichts in Stein gemeißelt. Denn ich kann immer wieder meine Haltungen überprüfen und neue Entscheidungen treffen. Ich treffe meine Entscheidungen und sehe, was dabei herauskommt. Ich rufe in den Wald hinein und dann wird mir eine entsprechende Antwort zurückgeschallt. War die Antwort schön, dann war wohl auch mein Ruf vorher ganz ok.

Auf dieser Basis kann man sich doch ganz gut weiterhangeln…

 

The Christmas days are behind us, the New Year is already in sight. And these days in between are on the one hand always a time for "Little Lord Fauntleroy" and lots of biscuits, but on the other hand also an opportunity to reflect on the past and the future and to draw conclusions. I've always found the combination of lots of champagne and New Year's resolutions rather pointless, but a bit of internal tidying up does me good.

I just stumbled across a quote by Viktor Frankl: "Between stimulus and reaction lies a space. In this space lies the power of our choice. In our reaction lies our development and our freedom."

I understand these sentences in this way: We must always give ourselves enough time before reacting to a situation, a stimulus. Because only with enough time can we realise that we always have a choice - at least to some extent. And that only we ourselves are responsible for this choice. We ourselves make the good choice or the not-so-good choice. And we ourselves are responsible for what then arises from our choice. On the one hand, the great responsibility that resonates with me frightens me and also triggers a feeling of being overwhelmed. But at the same time, there is this enormous freedom that gives me wings.

I think it's important not to forget that both aspects can only be had in a double pack.

It's about my attitude - towards life, towards people, towards the world. My attitudes are the basis of my decisions. And at the same time, nothing is set in stone. Because I can always review my attitudes and make new decisions. I make my decisions and see what comes out of them. I call into the forest and then a corresponding answer is echoed back to me. If the answer was nice, then my call was probably also OK.

On this basis, you can move on quite well...

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