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Braucht die Welt noch einen Kunst-Blog mehr?

Ich streiche schon lange um die Frage herum, ob ich einen Blog auf meiner Website führen will.
Gibt es nicht schon genug Gerede auf der Welt? Muss mein Gerede den Lärm noch vergrößern?
Und die wichtigste Frage: Was hätte ich denn zu reden?

Ich mache digitale Collagen und fange gerade an, erste Versuche mit Acrylmalerei und Encaustic zu machen. Weder bin ich in der Lage, tolle Tutorials anzubieten, wie man gute Sonnenuntergänge malt oder richtig realistische Portraits hinkriegt. Und es gibt auch 78345 PC-Nerds da draußen, die im Umgang mit Photoshop oder Gimp viel versierter sind als ich.

Nein, beim Thema „Vermittlung von künstlerischen Fähigkeiten“ hätte ich nicht wirklich etwas zu bieten.

Ich mache mein Kunstzeug schon lange, aber lange Zeit nur für mich im stillen Kämmerlein. Es hat 55 Lebensjahre und eine Pandemie gebraucht, dass ich den Schritt vor die Tür gewagt habe. Tja, und da stehe ich jetzt draußen – in einem sehr hellen Sonnenlicht – und kann kaum glauben, wie bunt die Welt ist. Ich habe das Gefühl, dass sehr viele aufregende Dinge auf mich warten, und ich kann es kaum abwarten, mich drauf zu stürzen.
Im Moment beschäftige ich mich mit sehr vielen Themen:

  • Was ist ein gutes Bild?
  • Wie gehe ich besser mit meinem Gimp-Programm um?
  • Wie lerne ich, besser mit Farben und Wachs umzugehen?
  • Wie wichtig ist mir die Kunst? Wie wichtig soll sie werden? Will ich nur noch Kunst machen?
  • Welche Marketing-Strategien sollte ich verfolgen? Welchen Weg sollte ich auf keinen Fall gehen?
  • Was sind meine grundsätzlichen Wertvorstellungen?
  • Ist es nicht schon zu spät für diesen Weg? Bin ich nicht zu alt?
  • Warum mach ich das alles?

Die letzte Frage ist die entscheidende. Ich mach das alles, weil ich merke, dass ich in der Auseinandersetzung mit diesen Fragen für mich selbst klarer, transparenter, stärker, selbstbewusster und selbstsicherer werde. Das ist ein Weg, der mich zu mir bringt.

Ich schleife meinen eigenen Diamanten. --- Ja, so fühlt es sich an. Das Bild trifft es gut.

Wie werden wir die, die wir sind? Das ist das Thema, und das ist doch wohl sehr, sehr interessant, ODER???

Dieser Blog ist ein wichtiger Baustein dabei. Im Moment gibt es noch niemanden, der hier zuhört. Das finde ich total erleichternd.
Ich kann vor mich hindenken, mich reflektieren, mich weiter schleifen. Und vielleicht taucht irgendwann ein Gegenüber auf oder sogar zwei oder drei… Und jeder, der das hier interessant findet, wird es interessant finden, weil er mit den gleichen Fragen zu tun hat, mit denen auch ich mich beschäftige.

Ich denke, wir werden uns etwas zu sagen haben – Das ist doch eine wirklich großartige Aussicht!

Also: Ich warte auf Euch und freue mich auf Euch. Bis dahin denke ich in aller Geduld weiter vor mich hin.

 

 

I've been swiping around the question of whether to blog on my website for a long time.

Isn't there enough chatter in the world already? Does my talking have to add to the noise?

And the most important question: what would I have to talk about?

I make digital collages and am just starting to make my first attempts at acrylic painting and encaustic. Neither am I in a position to offer great tutorials on how to paint good sunsets or get really realistic portraits. And there are also 78345 PC nerds out there who are much more adept at using Photoshop or Gimp than I am.

No, I wouldn't really have anything to offer on the subject of teaching artistic skills.

I've been doing my art stuff for a long time, but for a long time just for myself in a quiet closet. It took 55 years of life and a pandemic for me to dare to step out the door. Well, and now I'm standing outside - in a very bright sunlight - and I can hardly believe how colourful the world is. I have the feeling that a lot of exciting things are waiting for me and I can't wait to jump into them.

At the moment I'm dealing with a lot of topics:

  • What is a good picture?
  • How do I get better at using my Gimp programme?
  • How do I learn to handle colours and wax better?
  • How important is art to me? How important should it become? Do I only want to make art?
  • What marketing strategies should I pursue? Which path should I definitely not follow?
  • What are my fundamental values?
  • Isn't it already too late for this path? Am I not too old?
  • Why am I doing all this?

The last question is the crucial one. I'm doing all this because I notice that in dealing with these questions I become clearer, more transparent, stronger, more self-confident and more self-assured for myself. It's a path that brings me to myself.

I am cutting my own diamond. --- Yes, that's how it feels. The image sums it up well.

How do we become who we are? That's the topic, and it's very, very interesting, isn't it???

This blog is an important building block in that. At the moment there is no one listening here. I find that totally relieving.

I can think to myself, reflect, grind on. And maybe one day a counterpart will appear, or even two or three... And everyone who finds this interesting will find it interesting, because they are dealing with the same questions that I am dealing with.

I think we will have something to say to each other - That's a really great prospect!

So: I am waiting for you and looking forward to meeting you. Until then, I continue to think patiently ahead.

 

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